Angebote automatisch nachfassen: Mehr Aufträge ohne Mehraufwand
22 Angebote versanden jeden Monat, weil du keine Zeit hast nachzufassen? Hier erfährst du, wie ein Elektromeister aus Stuttgart seine Auftragsquote deutlich steigerte – ohne einen einzigen Anruf mehr.
Einführung
Transparenz
Alle Fakten wurden redaktionell geprüft auf Basis der offiziellen KlickTipp Hersteller-Dokumentation.
"Das Angebot ist raus. Jetzt warten."
Thomas, Elektromeister aus Stuttgart, kennt das Spiel. 47 Jahre alt, 12 Mitarbeiter. (Mehr zu E-Mail Marketing für Handwerker) Sein Monatsrhythmus: 30 Angebote rausschicken. 8 werden beauftragt. 22 versanden im Nirgendwo.
Nicht weil die Preise falsch sind. Sondern weil er keine Zeit hat, nachzufassen. Nach 14 Tagen ist das Angebot vergessen – beim Kunden und bei ihm.
Die Lösung: Angebote automatisch nachfassen lassen. Nicht per Sekretärin. Nicht per Zettelwirtschaft. Sondern per automatischer E-Mail-Sequenz, die im Hintergrund läuft, während Thomas auf der Baustelle steht.
Warum Angebote ohne Nachfassen versanden
Studien zeigen: 80% der Verkäufe erfordern mindestens 5 Kontaktpunkte. Die meisten Handwerker, Dienstleister und Berater geben nach dem ersten auf.
Das Problem ist nicht mangelnde Überzeugungskraft. Das Problem ist Zeit.
| Kontaktpunkt | Durchschnittliche Auftragsquote |
|---|---|
| Nur Angebot (kein Nachfassen) | 15-20% |
| 1x Nachfassen (manuell) | 25-30% |
| 3x Nachfassen (automatisiert) | 40-50% |
Quelle: Branchendurchschnitte Handwerk/Dienstleistung
Thomas' Zahlen bestätigten das: 8 von 30 Aufträgen entstanden "von alleine". Die anderen 22 hätten nachgefasst werden müssen. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 3.500€ bedeutet das: 77.000€ liegengelassener Umsatz pro Monat.
Die unbequeme Wahrheit
Dein Mitbewerber ist nicht besser. Er fasst nur konsequenter nach. Wer nach 7 Tagen erneut anruft oder mailt, bekommt den Auftrag – nicht der mit dem besten Preis.
Angebote automatisch nachfassen: So funktioniert's
Das Prinzip ist einfach: Du definierst einmal die Logik, und das System führt sie aus.
Die 3-E-Mail-Nachfass-Sequenz:
E-Mail 1 (Tag 3 nach Angebot):
"Hallo [Vorname], vor 3 Tagen haben wir Ihnen das Angebot für [Projekt] geschickt. Haben Sie Fragen dazu? Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung."
E-Mail 2 (Tag 7 nach Angebot):
"Herr Name, nur kurz nachgefragt: Ist das Angebot noch aktuell? Falls sich Ihre Anforderungen geändert haben, passen wir es gerne an."
E-Mail 3 (Tag 14 nach Angebot – letzte Chance):
"Lieber Herr Name, wir möchten das Angebot nicht ewig offen halten. Bis Ende dieser Woche gilt der Preis noch. Danach müssten wir neu kalkulieren. Melden Sie sich gerne, wenn Sie Fragen haben."
Was im Hintergrund passiert:
- Du lädst das Angebot hoch oder trägst den Kunden ins System ein
- Das System startet die Sequenz automatisch
- Wenn der Kunde antwortet oder beauftragt, stoppt die Sequenz (per Tag "Kunde")
- Du bekommst nur Bescheid, wenn jemand reagiert
Die technische Umsetzung in 4 Schritten
Du brauchst keine IT-Abteilung. Du brauchst ein E-Mail-Tool mit Tag-System und 2 Stunden Zeit.
Schritt 1: E-Mail-Tool einrichten
Ein tag-basiertes System wie KlickTipp ermöglicht die Logik: "Wenn Tag 'Angebot-gesendet' gesetzt wird, starte Nachfass-Sequenz."
Schritt 2: Nachfass-Sequenz erstellen
3 E-Mails mit Wartezeiten (3, 7, 14 Tage). Jede E-Mail mit Platzhaltern für Name und Projekt.
Schritt 3: Abbruch-Logik definieren
"Wenn Tag 'Kunde' oder 'Absage' gesetzt wird, Sequenz sofort stoppen." So bekommt niemand eine Nachfass-Mail, der schon beauftragt hat.
Schritt 4: Auslöser festlegen
Manuell: Du trägst den Kontakt ein und setzt Tag "Angebot-gesendet".
Oder automatisch: CRM-Anbindung, die beim Angebotsexport den Tag setzt.
Praxis-Beispiel: Thomas nach 3 Monaten
Beispielrechnung basierend auf Thomas' Zahlen: Von 8 auf 11-12 Aufträge bei gleichem Angebotsvolumen (Steigerung um ca. 40%). Zusätzlicher Monatsumsatz: ~14.000€. Zeitaufwand für Nachfassen: 0 Minuten (automatisiert).
Die 5 häufigsten Fehler beim automatischen Nachfassen
Fehler 1: Zu aggressiv
Jeden Tag eine Mail schicken. Das ist Spam. 3-4 Mails über 2-3 Wochen reichen.
Fehler 2: Keine Personalisierung
"Sehr geehrte Damen und Herren" in einer Nachfass-Mail? Der Kunde fühlt sich wie eine Nummer. Name + Projektbezug sind Pflicht.
Fehler 3: Keine Abbruch-Logik
Der Kunde beauftragt, bekommt aber trotzdem die Nachfass-Mail. Peinlich. Tags müssen Zustände abbilden.
Fehler 4: Zu lang
3-Satz-Mails reichen. Niemand liest einen Roman zur Angebotserinnerung.
Fehler 5: Kein Call-to-Action
"Bei Fragen melden Sie sich gerne" ist schwach. "Antworten Sie auf diese Mail mit JA, wenn Sie beauftragen möchten" ist stark.
Über Angebote hinaus: Weitere Nachfass-Szenarien
Das gleiche Prinzip funktioniert für:
| Szenario | Trigger | Sequenz |
|---|---|---|
| Wartungserinnerung | 11 Monate nach letzter Wartung | "Zeit für die jährliche Prüfung?" |
→ Siehe auch: Willkommens-Sequenz erstellen und Automation-Beispiele aus der Praxis
| Bewertungsanfrage | 7 Tage nach Projektabschluss | "Wie war die Zusammenarbeit? Ihre Bewertung hilft uns." |
| Inaktive Leads | 90 Tage ohne Kontakt | "Ist das Projekt noch aktuell?" |
| Garantie-Ablauf | 30 Tage vor Garantieende | "Ihre Garantie läuft bald aus – letzte Chance für Nachbesserung." |
Jeder dieser Touchpoints wäre manuell ein Albtraum. Automatisiert läuft er im Hintergrund.
Was du dafür brauchst
Minimum:
- E-Mail-Tool mit Tag-System und Automationen (z.B. KlickTipp ab 30€/Monat)
- 2 Stunden Zeit für die Einrichtung
- 3 E-Mail-Vorlagen
Nice-to-have:
- CRM-Anbindung für automatische Tag-Vergabe
- SMS-Ergänzung für eilige Fälle
- Calendly-Integration für Terminbuchung
Die Zahlen zu KlickTipp
4,9/5 Sterne bei über 2.000 Bewertungen. 99,78% Zustellrate (Testsieger 2024). DSGVO-konform mit Servern in der EU. 30 Tage Geld-zurück-Garantie.
Fazit: Nachfassen ohne Aufwand
Angebote automatisch nachfassen ist keine Raketenwissenschaft. Es ist die logische Konsequenz aus der Erkenntnis: Du verlierst Aufträge nicht, weil dein Preis zu hoch ist. Du verlierst sie, weil du nicht nachfasst.
Die Rechnung (Beispiel auf Thomas' Basis):
- 22 versandete Angebote pro Monat
- Höhere Abschlussquote durch systematisches Nachfassen
- ~8 zusätzliche Aufträge pro Monat
- Bei 3.500€ Durchschnittsauftrag = 28.000€ Mehrumsatz
Das System kostet 30€ pro Monat. Die ROI-Rechnung erklärt sich von selbst.
Thomas aus Stuttgart arbeitet heute nicht mehr 60-Stunden-Wochen. Er arbeitet 45. Nicht weil er weniger zu tun hat – sondern weil das Nachfassen von alleine läuft.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Einrichtung?
Etwa 2 Stunden für die erste Nachfass-Sequenz. Die 3 E-Mails schreiben, Wartezeiten einstellen, Abbruch-Logik definieren. Danach läuft es automatisch im Hintergrund.
Merken die Kunden, dass die Mails automatisch kommen?
Nein, wenn du es richtig machst. Personalisierung (Name, Projekt) und menschlicher Ton sind entscheidend. Die Mails sollten klingen, als hättest du sie gerade geschrieben.
Was passiert, wenn der Kunde zwischendurch anruft?
Du setzt manuell den Tag "Kunde" oder "Absage" – die Sequenz stoppt sofort. Bei CRM-Anbindung passiert das automatisch.
Ist das DSGVO-konform?
Ja, solange du eine Rechtsgrundlage hast (bestehendes Geschäftsverhältnis durch Angebotsanfrage). Für Kaltakquise brauchst du eine separate Einwilligung. Details im [DSGVO-Leitfaden](/email-marketing/dsgvo/).
Was kostet das E-Mail-Tool?
KlickTipp startet bei 30€/Monat für den Standard-Tarif. Für Nachfass-Automationen reicht das. Bei mehreren Mitarbeitern oder komplexeren Workflows lohnt sich Premium (50€) oder Deluxe (70€).
Funktioniert das auch für Dienstleister außerhalb des Handwerks?
Absolut. Coaches, Berater, Fotografen, Immobilienmakler – jeder, der Angebote verschickt, kann das Prinzip nutzen. Die Logik ist identisch: Angebot → Wartezeit → Nachfass-Mail.
Simon Haenel
Informatiker & KI-Enthusiast
Informatiker aus Leidenschaft. Auf dieser Seite nutze ich KI, um komplexe Themen verständlich aufzubereiten – recherchiert, strukturiert und auf den Punkt gebracht.