Newsletter für Vereine: DSGVO-konform & kostenlos starten
CC an 300 Mitglieder zu setzen ist ein DSGVO-Verstoß. Bußgeld-Potenzial: bis zu 20.000€. Die gute Nachricht: Es gibt kostenlose Newsletter-Tools, die DSGVO-konform sind und ohne Einarbeitung funktionieren.
Einführung
Transparenz
Alle Fakten wurden redaktionell geprüft auf Basis der offiziellen KlickTipp Hersteller-Dokumentation sowie öffentlich zugänglicher Quellen der genannten Anbieter.
"Wir machen das mit CC an alle 300 Mitglieder."
Der Kassenwart eines Sportvereins, 63 Jahre alt, schaut mich fragend an. Er meint es nicht böse. Er kennt es nicht anders.
Das Problem: CC heißt, jeder sieht die E-Mail-Adressen aller anderen. Das ist nicht nur unprofessionell – das ist ein DSGVO-Verstoß. Bußgeld-Potenzial: bis zu 20.000€ für Vereine.
Die Lösung: Ein Newsletter-Tool, das für Vereine passt. DSGVO-konform. Einfach zu bedienen. Im Budget eines Ehrenamts.
Wann lohnt sich KlickTipp für Vereine?
Die ehrliche Antwort: Für die meisten Vereine lohnt sich KlickTipp NICHT.
KlickTipp ist ein Profi-Tool für Marketing-Automation. Es kostet ab 30€/Monat und hat keine kostenlose Version. Die Stärken (Tag-System, Automationen, Behavior-Tracking) sind für einen klassischen Vereinsnewsletter Overkill.
Ausnahme: Vereine mit kommerziellem Aspekt
| Vereinstyp | Empfehlung |
|---|---|
| Sportverein mit reiner Mitglieder-Info | CleverReach oder Rapidmail |
| Kulturverein mit Ticketverkauf | Brevo (wegen E-Commerce-Funktionen) |
| Verein mit Online-Kursen/Coaching | KlickTipp (wegen Automationen) |
| Förderverein mit Spenden-Funnel | KlickTipp (wegen Tag-System) |
Wenn dein "Verein" eigentlich ein kleines Business ist (z.B. Yoga-Studio als e.V., Coaching-Verband), dann lohnt sich der Blick auf professionellere Tools.
Die Kosten-Nutzen-Rechnung
CleverReach kostenlos = 0€/Monat bei 250 Kontakten. Rapidmail Pay-per-Send = ca. 15€ für 4 Newsletter/Jahr an 400 Kontakte. KlickTipp = 360€/Jahr – nur sinnvoll, wenn der Verein damit Einnahmen generiert.
Fazit: Das richtige Tool für jeden Verein
| Situation | Empfehlung | Kosten |
|---|---|---|
| Kleiner Verein (unter 250 Mitglieder) | CleverReach | Kostenlos |
| Seltene Newsletter (4-6x/Jahr) | Rapidmail | ~15€/Jahr |
| Größerer Verein + Multi-Channel | Brevo | Ab 25€/Monat |
| Verein mit Business-Aspekt | KlickTipp | Ab 30€/Monat |
Die meisten Vereine fahren mit CleverReach oder Rapidmail am besten. DSGVO-konform, einfach, günstig. Kein Overhead, keine Komplexität.
KlickTipp ist dann sinnvoll, wenn der Verein tatsächlich mit E-Mail-Marketing Geld verdienen will – z.B. durch Kurse, Sponsoren-Akquise oder Spenden-Funnels.
Häufige Fragen
Häufige Fragen
Ist ein Newsletter-Tool für Vereine wirklich nötig?
Ja, sobald du regelmäßig an mehr als 10-20 Personen schreibst. CC-Mails sind DSGVO-widrig, und BCC wirkt unprofessionell. Ein Tool kostet oft nichts (CleverReach bis 250 Kontakte) und spart Zeit.
Welches Newsletter-Tool ist für Vereine kostenlos?
CleverReach ist bis 250 Kontakte und 1.000 Mails/Monat kostenlos. Brevo erlaubt 300 Mails pro Tag bei unbegrenzten Kontakten. Rapidmail hat kein Gratis-Abo, aber sehr günstige Pay-per-Send-Tarife.
Brauchen Vereine eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV)?
Ja, sobald ein externes Tool Mitgliederdaten verarbeitet. Die AVV ist bei CleverReach, Brevo und Rapidmail kostenlos. Ohne AVV ist die Nutzung des Tools ein DSGVO-Verstoß.
Ist Mailchimp für Vereine geeignet?
Bedingt. Mailchimp speichert Daten in den USA, was nach dem Schrems-II-Urteil problematisch ist. Außerdem ist Single-Opt-In der Standard, was in Deutschland abmahngefährdet ist. Für DACH-Vereine sind CleverReach oder Rapidmail die sichereren Optionen.
Wie oft sollte ein Verein einen Newsletter verschicken?
Einmal pro Monat oder quartalsweise reicht völlig aus. Wichtiger als Frequenz ist Regelmäßigkeit – ein Newsletter pro Quartal, auf den sich Mitglieder verlassen können, ist besser als sporadische Mails.
Was muss rechtlich in jedem Vereinsnewsletter stehen?
Impressum (Name des Vereins, Adresse, Vertretungsberechtigte) und ein funktionierender Abmeldelink. Beides ist gesetzlich vorgeschrieben und in allen gängigen Tools automatisch integrierbar.
Simon Haenel
Informatiker & KI-Enthusiast
Informatiker aus Leidenschaft. Auf dieser Seite nutze ich KI, um komplexe Themen verständlich aufzubereiten – recherchiert, strukturiert und auf den Punkt gebracht.