Newsletter für Vereine: DSGVO-konform & kostenlos starten

CC an 300 Mitglieder zu setzen ist ein DSGVO-Verstoß. Bußgeld-Potenzial: bis zu 20.000€. Die gute Nachricht: Es gibt kostenlose Newsletter-Tools, die DSGVO-konform sind und ohne Einarbeitung funktionieren.

· 10 Min. Lesezeit
Deine Branche:
Gilt für alle Artikel

Einführung

Transparenz

Alle Fakten wurden redaktionell geprüft auf Basis der offiziellen KlickTipp Hersteller-Dokumentation sowie öffentlich zugänglicher Quellen der genannten Anbieter.

"Wir machen das mit CC an alle 300 Mitglieder."

Der Kassenwart eines Sportvereins, 63 Jahre alt, schaut mich fragend an. Er meint es nicht böse. Er kennt es nicht anders.

Das Problem: CC heißt, jeder sieht die E-Mail-Adressen aller anderen. Das ist nicht nur unprofessionell – das ist ein DSGVO-Verstoß. Bußgeld-Potenzial: bis zu 20.000€ für Vereine.

Die Lösung: Ein Newsletter-Tool, das für Vereine passt. DSGVO-konform. Einfach zu bedienen. Im Budget eines Ehrenamts.

Newsletter-Tool für Vereine: Warum es unverzichtbar ist

Die Mitglieder-Kommunikation vieler Vereine läuft über:

KanalProblem
CC-E-MailsDSGVO-Verstoß (alle sehen alle Adressen)
WhatsApp-GruppenDatenschutz-Grauzone, nicht alle nutzen WhatsApp
Facebook-GruppenAbhängigkeit von Plattform, sinkende Reichweite
AushängeErreichen nur aktive Mitglieder vor Ort

Ein dediziertes Newsletter-Tool löst alle Probleme:

  • DSGVO-konform: Empfänger sehen nur ihre eigene Adresse
  • Reichweite: 95%+ Zustellrate vs. 5% organische Facebook-Reichweite
  • Nachweisbar: Du siehst, wer geöffnet hat (für Protokolle wichtig)
  • Professionell: Einheitliches Design mit Vereinslogo

→ Vertiefung: DSGVO-konformes E-Mail Marketing – Der komplette Leitfaden

Die DSGVO-Falle für Vereine

Auch ehrenamtliche Vereine unterliegen der DSGVO. Bei Verstoß haften Vorstand und Kassenwart persönlich. Die häufigsten Fehler: CC statt BCC, fehlende Einwilligung, kein Abmeldelink.

Die 5 Kriterien für ein Vereins-Newsletter-Tool

Vereine haben andere Anforderungen als Unternehmen. Hier sind die entscheidenden Faktoren:

1. Kostenlos oder sehr günstig

Vereinsbudgets sind knapp. Ein Tool, das 30€+ pro Monat kostet, ist für viele nicht tragbar. Glücklicherweise gibt es kostenlose Optionen bis zu einer bestimmten Kontaktzahl.

2. Einfache Bedienung

Der Vorstand wechselt alle 2-3 Jahre. Das Tool muss ohne Einarbeitung bedienbar sein. Kein Expertenwissen erforderlich.

3. DSGVO-konform

  • Server in der EU (nicht USA)
  • Double-Opt-In als Standard
  • Abmeldelink in jeder E-Mail
  • Kostenlose AVV (Auftragsverarbeitungsvereinbarung)

4. Vereins-Tauglichkeit

  • Schneller Import von Excel-Listen
  • Einfache Segmentierung (z.B. "Jugend", "Senioren", "Aktive")
  • Design-Vorlagen, die anpassbar sind

5. Keine Automation-Komplexität

Vereine brauchen keine Sales-Funnels. Sie brauchen: Newsletter versenden, fertig.

Newsletter-Tools für Vereine im Vergleich

ToolKostenlos bisPreis danachServerVereins-Eignung
CleverReach250 Kontakteab 15€/MonatDeutschland⭐⭐⭐⭐⭐
Brevo300 Mails/Tagab 25€/MonatEU (Paris)⭐⭐⭐⭐
RapidmailPay-per-Sendab 15€/PaketDeutschland⭐⭐⭐⭐⭐
Mailchimp500 Kontakteab 13€/MonatUSA ⚠️⭐⭐
KlickTippKein Gratis-Tarifab 30€/MonatEU⭐⭐⭐

CleverReach: Der Klassiker für Vereine

  • ✅ Kostenlos bis 250 Kontakte und 1.000 Mails/Monat
  • ✅ Server in Deutschland
  • ✅ Sehr einfacher Editor
  • ✅ Kostenlose AVV
  • ❌ Automation-Funktionen begrenzt (für Vereine egal)

Ideal für: Sport-, Kultur-, Hobbyvereine mit bis zu 250 Mitgliedern.

Rapidmail: Pay-per-Send für Wenigversender

  • ✅ Keine Fixkosten – nur zahlen wenn du sendest
  • ✅ Server in Deutschland (Freiburg)
  • ✅ Schöne Design-Vorlagen
  • ❌ Kontaktpflege umständlicher als bei Abo-Tools

Ideal für: Vereine, die nur 4-6x pro Jahr einen Newsletter verschicken.

→ Detaillierter Vergleich: Rapidmail vs. KlickTipp

Brevo (ehemals Sendinblue): Omnichannel-Option

  • ✅ Kostenlos bis 300 Mails pro Tag (unbegrenzte Kontakte!)
  • ✅ Server in der EU
  • ✅ Zusätzlich SMS, WhatsApp möglich
  • ❌ Bei hohem Volumen wird es teurer

Ideal für: Größere Vereine, die verschiedene Kanäle nutzen wollen.

Warum Mailchimp für Vereine NICHT ideal ist

Mailchimp ist bekannt, aber problematisch:

  • ⚠️ Server in den USA (DSGVO-Grauzone)
  • ⚠️ Single-Opt-In als Standard – Abmahnrisiko!
  • ⚠️ Interface auf Englisch
  • ⚠️ Support nicht auf Deutsch

→ Mehr dazu: Mailchimp Alternative für den DACH-Markt

Newsletter Tool Vergleich

Welches Tool passt zu deinem Projekt? Der große Überblick mit Vor- und Nachteilen.

🏆 ProvenExpert: 4,9/5 Sterne (über 1.500 Bewertungen) • 99% Empfehlungsrate ⭐ Google: 4,9/5 Sterne (über 750 Bewertungen) 📩 Testsieger 2024 für beste E-Mail-Zustellbarkeit (emailtooltester) 🇩🇪 Serverstandort Deutschland • DSGVO-konform • Geld-zurück-Garantie

Alle Tools im Vergleich →

* Affiliate-Link – für dich entstehen keine Mehrkosten.

Wann lohnt sich KlickTipp für Vereine?

Die ehrliche Antwort: Für die meisten Vereine lohnt sich KlickTipp NICHT.

KlickTipp ist ein Profi-Tool für Marketing-Automation. Es kostet ab 30€/Monat und hat keine kostenlose Version. Die Stärken (Tag-System, Automationen, Behavior-Tracking) sind für einen klassischen Vereinsnewsletter Overkill.

Ausnahme: Vereine mit kommerziellem Aspekt

VereinstypEmpfehlung
Sportverein mit reiner Mitglieder-InfoCleverReach oder Rapidmail
Kulturverein mit TicketverkaufBrevo (wegen E-Commerce-Funktionen)
Verein mit Online-Kursen/CoachingKlickTipp (wegen Automationen)
Förderverein mit Spenden-FunnelKlickTipp (wegen Tag-System)

Wenn dein "Verein" eigentlich ein kleines Business ist (z.B. Yoga-Studio als e.V., Coaching-Verband), dann lohnt sich der Blick auf professionellere Tools.

Die Kosten-Nutzen-Rechnung

CleverReach kostenlos = 0€/Monat bei 250 Kontakten. Rapidmail Pay-per-Send = ca. 15€ für 4 Newsletter/Jahr an 400 Kontakte. KlickTipp = 360€/Jahr – nur sinnvoll, wenn der Verein damit Einnahmen generiert.

Schritt für Schritt: Newsletter für Vereine einrichten

Schritt 1: Tool auswählen

  • Unter 250 Mitglieder → CleverReach (kostenlos)
  • Wenig-Versender (4-6x/Jahr) → Rapidmail
  • Multi-Channel gewünscht → Brevo

Schritt 2: Mitglieder importieren

Die meisten Tools akzeptieren Excel- oder CSV-Dateien. Wichtig: Nur Kontakte importieren, die der Kommunikation zugestimmt haben!

Schritt 3: Design-Vorlage erstellen

  • Vereinslogo oben
  • Vereinsfarben
  • Impressum und Abmeldelink unten (gesetzlich vorgeschrieben!)

Schritt 4: Einwilligung einholen (Double-Opt-In)

Für neue Mitglieder: Anmeldeformular auf der Vereinswebsite mit Double-Opt-In. Für bestehende Mitglieder: Einmalige Bestätigungs-Mail ausreichend, wenn die Mitgliedschaft eine Kommunikations-Einwilligung enthält.

Schritt 5: Regelmäßig versenden

Monatlich oder quartalsweise reicht völlig aus. Konsistenz schlägt Frequenz.

Die 5 häufigsten Fehler bei Vereinsnewslettern

Fehler 1: CC statt BCC (oder gar kein Tool)

Jeder sieht alle E-Mail-Adressen. Das ist ein DSGVO-Verstoß. Punkt.

Fehler 2: Kein Double-Opt-In

Ohne Bestätigungsmail kannst du nicht nachweisen, dass jemand sich angemeldet hat. Bei Beschwerden stehst du ohne Beweis da.

Fehler 3: Fehlender Abmeldelink

Gesetzlich vorgeschrieben. Ohne Abmeldelink ist jede Mail ein potenzieller Abmahngrund.

Fehler 4: Kein Impressum in der Mail

Auch Vereins-Newsletter brauchen ein Impressum (Name, Adresse, Vertretungsberechtigte).

Fehler 5: US-Tool ohne Prüfung

Mailchimp & Co. speichern Daten in den USA. Das ist nach Schrems-II-Urteil problematisch. Für Vereine im DACH-Raum: lieber ein EU-Tool.

→ Mehr Details: Newsletter Tool DSGVO-konform

Dein Verein verdient professionelle Kommunikation

Ohne DSGVO-konforme E-Mails haftet der Vorstand persönlich. Unser Leitfaden zeigt, was Vereine beachten müssen – verständlich und ohne Juristendeutsch.

🏆 ProvenExpert: 4,9/5 Sterne (über 1.500 Bewertungen) • 99% Empfehlungsrate ⭐ Google: 4,9/5 Sterne (über 750 Bewertungen) 📩 Testsieger 2024 für beste E-Mail-Zustellbarkeit (emailtooltester) 🇩🇪 Serverstandort Deutschland • DSGVO-konform • Geld-zurück-Garantie

DSGVO-Guide lesen →

* Affiliate-Link – für dich entstehen keine Mehrkosten.

Fazit: Das richtige Tool für jeden Verein

SituationEmpfehlungKosten
Kleiner Verein (unter 250 Mitglieder)CleverReachKostenlos
Seltene Newsletter (4-6x/Jahr)Rapidmail~15€/Jahr
Größerer Verein + Multi-ChannelBrevoAb 25€/Monat
Verein mit Business-AspektKlickTippAb 30€/Monat

Die meisten Vereine fahren mit CleverReach oder Rapidmail am besten. DSGVO-konform, einfach, günstig. Kein Overhead, keine Komplexität.

KlickTipp ist dann sinnvoll, wenn der Verein tatsächlich mit E-Mail-Marketing Geld verdienen will – z.B. durch Kurse, Sponsoren-Akquise oder Spenden-Funnels.

Newsletter Tool entdecken

Alle Tools im direkten Vergleich. Mit Empfehlungen für verschiedene Anwendungsfälle.

🏆 ProvenExpert: 4,9/5 Sterne (über 1.500 Bewertungen) • 99% Empfehlungsrate ⭐ Google: 4,9/5 Sterne (über 750 Bewertungen) 📩 Testsieger 2024 für beste E-Mail-Zustellbarkeit (emailtooltester) 🇩🇪 Serverstandort Deutschland • DSGVO-konform • Geld-zurück-Garantie

Zum Vergleich →

* Affiliate-Link – für dich entstehen keine Mehrkosten.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Ist ein Newsletter-Tool für Vereine wirklich nötig?

Ja, sobald du regelmäßig an mehr als 10-20 Personen schreibst. CC-Mails sind DSGVO-widrig, und BCC wirkt unprofessionell. Ein Tool kostet oft nichts (CleverReach bis 250 Kontakte) und spart Zeit.

Welches Newsletter-Tool ist für Vereine kostenlos?

CleverReach ist bis 250 Kontakte und 1.000 Mails/Monat kostenlos. Brevo erlaubt 300 Mails pro Tag bei unbegrenzten Kontakten. Rapidmail hat kein Gratis-Abo, aber sehr günstige Pay-per-Send-Tarife.

Brauchen Vereine eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV)?

Ja, sobald ein externes Tool Mitgliederdaten verarbeitet. Die AVV ist bei CleverReach, Brevo und Rapidmail kostenlos. Ohne AVV ist die Nutzung des Tools ein DSGVO-Verstoß.

Ist Mailchimp für Vereine geeignet?

Bedingt. Mailchimp speichert Daten in den USA, was nach dem Schrems-II-Urteil problematisch ist. Außerdem ist Single-Opt-In der Standard, was in Deutschland abmahngefährdet ist. Für DACH-Vereine sind CleverReach oder Rapidmail die sichereren Optionen.

Wie oft sollte ein Verein einen Newsletter verschicken?

Einmal pro Monat oder quartalsweise reicht völlig aus. Wichtiger als Frequenz ist Regelmäßigkeit – ein Newsletter pro Quartal, auf den sich Mitglieder verlassen können, ist besser als sporadische Mails.

Was muss rechtlich in jedem Vereinsnewsletter stehen?

Impressum (Name des Vereins, Adresse, Vertretungsberechtigte) und ein funktionierender Abmeldelink. Beides ist gesetzlich vorgeschrieben und in allen gängigen Tools automatisch integrierbar.

Simon Haenel

Simon Haenel

Informatiker & KI-Enthusiast

Folgen

Informatiker aus Leidenschaft. Auf dieser Seite nutze ich KI, um komplexe Themen verständlich aufzubereiten – recherchiert, strukturiert und auf den Punkt gebracht.

KI-gestützte Recherche
Fakten geprüft