Ein Sales Funnel ist der Weg vom ersten Kontakt bis zum bestätigten Kauf oder Auftrag. Dazwischen beantwortet jede Station eine konkrete Frage: Bin ich hier richtig? Passt die Lösung zu meinem Problem? Was bekomme ich? Was kostet es? Was passiert nach meiner Entscheidung?
Direkt unter dieser Einführung findest du zwei vollständige Beispiele und eine editierbare CSV-Vorlage. Die Beispiele zeigen bewusst mehr als eine E-Mail-Sequenz: Suchanfrage, Einstiegsseite, Qualifizierung, Entscheidungsweg, Angebot, Kauf und Übergabe gehören zusammen.
Plane den Ablauf vom Ende her. Beginne mit der Kaufhandlung und arbeite dich rückwärts bis zum Erstkontakt. Teste ihn danach vorwärts mit einem echten Testkontakt. So erkennst du fehlende Übergänge, bevor Besucher an einer Sackgasse enden.
Zwei Beispiele · eine Vorlage
So sieht ein vollständiger Sales Funnel aus
Der Funnel beginnt beim ersten Kontakt und endet erst, wenn Kauf oder Auftrag bestätigt und an die Leistungserbringung übergeben ist. Eine E-Mail-Sequenz kann dazwischen helfen, ist aber nicht der ganze Funnel.
Beispiel 1 · Sanitärbetrieb
Von der Kostensuche zum bestätigten Auftrag
- Erstkontakt: Der Interessent sucht nach den Kosten einer Badsanierung und landet auf einem regionalen Ratgeber.
- Orientierung: Der Ratgeber erklärt Kostentreiber und bietet einen ausfüllbaren Planungsbogen an.
- Qualifizierung: Das Formular erfasst Region, Raumgröße, Zeitrahmen und gewünschte Arbeiten.
- Entscheidung: Eine E-Mail liefert den Planungsbogen; ein Rückruf klärt offene Fragen und Vor-Ort-Termin.
- Angebot: Nach dem Termin erhält der Interessent ein Angebot mit Leistungsumfang und nächstem Schritt.
- Kauf: Die Annahme löst Terminbestätigung und Projektübergabe aus; weitere Verkaufsnachrichten enden.
Beispiel 2 · B2B-Dienstleistung
Vom Fachartikel zum unterschriebenen Projekt
- Erstkontakt: Eine Entscheiderin findet über Suche oder Empfehlung einen Artikel zu ihrem konkreten Prozessproblem.
- Orientierung: Eine Checkliste hilft ihr, den Ist-Zustand und die fehlenden Voraussetzungen einzuordnen.
- Qualifizierung: Das Anfrageformular fragt Problem, vorhandenes System, Zeitrahmen und gewünschtes Ergebnis ab.
- Entscheidung: Eine kurze Analyse und ein Gespräch klären Vorgehen, Zuständigkeiten und offene Risiken.
- Angebot: Das schriftliche Angebot verbindet Leistungsumfang, Lieferobjekte und Abnahme mit einer klaren Annahme.
- Kauf: Die Unterschrift startet Onboarding und Projektübergabe; Kontakte ohne Abschluss erhalten nur vereinbarte Nachfassschritte.
Sales Funnel, E-Mail-Funnel oder Marketing Funnel?
Die drei Begriffe beschreiben unterschiedliche Ausschnitte derselben Kundenreise:
- Sales Funnel: der Verkaufsprozess vom ersten relevanten Kontakt bis zu Kauf, Auftrag oder Vertragsannahme.
- Marketing Funnel: der breitere Weg von Sichtbarkeit und Problembewusstsein bis zur Verkaufschance. Dazu können Suchmaschinen, Inhalte, Empfehlungen oder Anzeigen gehören.
- E-Mail-Funnel: die E-Mail-Strecke innerhalb eines Funnels. Sie kann einen Inhalt ausliefern, Fragen beantworten, an einen Termin erinnern oder zu einem Angebot führen.
Ein E-Mail-Funnel ist deshalb kein vollständiger Sales Funnel. Wenn eine Sequenz nach fünf Nachrichten auf eine Angebotsseite führt, fehlen in der Betrachtung noch mindestens der ursprüngliche Erstkontakt, die Angebotsannahme und die Übergabe nach dem Kauf.
Auch ein Leadmagnet ist nicht immer nötig. Ein erklärungsbedürftiger Auftrag kann über Ratgeber, Anfrage und Gespräch führen. Ein verständliches Produkt kann direkt von der Produktseite in den Warenkorb gehen. Der richtige Ablauf hängt von der Entscheidung ab, nicht von einer festen Funnel-Schablone.
Ein B2B Sales Funnel unterscheidet sich nicht durch einen zusätzlichen Trichter, sondern durch den Entscheidungsweg: Häufig prüfen mehrere Personen Bedarf, technische Voraussetzungen, Budget, Leistungsumfang und Vertrag. Ein Online-Marketing-Funnel beschreibt dagegen, wie Suchmaschinen, Inhalte, Anzeigen oder Empfehlungen Nachfrage erzeugen und zu diesem Verkaufsprozess hinführen. Diese Seite bleibt beim Sales Funnel und vertieft den E-Mail-Funnel dort, wo E-Mails einen Übergang tatsächlich unterstützen.
Ein Funnel ist weder eine einzelne Landing Page noch eine siebentägige E-Mail-Serie oder ein bestimmtes Tool. Erst das Zusammenspiel aus Einstieg, nächster Handlung, Entscheidungsweg, Angebot, Abschluss und Übergabe bildet den vollständigen Prozess.
Wenn dir noch die passenden Besucher fehlen, beginne bei Traffic und Suchintention. Wenn Besucher bereits kommen, aber keinen nächsten Schritt erkennen, prüfe Leadmagnet, Landing Page oder Anfrageprozess.
Sales Funnel erstellen: 5 Arbeitsschritte vom Angebot zum Kauf
Die fünf Arbeitsschritte sind ein Planungsmodell für Beratungen, Dienstleistungen und Produkte. Je nach Kaufweg kannst du Schritte verbinden, aufteilen oder auslassen.
1. Angebot und Kaufhandlung festlegen
Schreibe zuerst auf, was am Ende beobachtbar passieren muss. Mögliche Abschlüsse sind:
- ein Produkt wird bezahlt,
- ein schriftliches Angebot wird angenommen,
- ein Vertrag wird unterschrieben,
- ein verbindlicher Termin wird gebucht,
- eine qualifizierte Anfrage wird abgesendet, wenn der Verkauf erst im Gespräch erfolgt.
„Interesse“ ist kein Abschluss, weil du es nicht eindeutig beobachten kannst. Ein Klick auf eine Angebotsseite ist ebenfalls noch kein Kauf. Trenne deshalb die Handlung, die den Verkaufsprozess beendet, von den Zwischenschritten davor.
Definiere anschließend, für wen das Angebot gedacht ist, welches Problem es löst und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Bei einer Dienstleistung können Region, Budget, Zeitraum oder vorhandene Systeme dazugehören. Bei einem Produkt können Anwendungsfall, Liefergebiet oder Kompatibilität entscheidend sein.
2. Erstkontakt und Einstiegsfrage abbilden
Der Einstieg muss zur Frage passen, mit der ein Mensch ankommt. Eine Suchanfrage nach Kosten braucht eine andere Einstiegsseite als eine Suche nach einer Vorlage oder einer Definition.
Notiere für jeden relevanten Einstieg:
- Woher kommt die Person — Suche, Empfehlung, Anzeige oder direkter Aufruf?
- Welche konkrete Frage bringt sie mit?
- Welche Seite beantwortet genau diese Frage?
- Welche nächste Handlung ist nach der Antwort sinnvoll?
Eine Startseite ist nicht automatisch der beste Einstieg. Wer nach den Kosten einer Badsanierung sucht, braucht zuerst nachvollziehbare Kostentreiber. Wer ein bestimmtes Produkt vergleichen will, braucht Entscheidungskriterien. Erst danach ist eine Anfrage, Anmeldung oder Produktansicht plausibel.
3. Den nächsten Übergang gestalten
Der nächste Schritt muss zur Größe der Entscheidung passen. Du kannst direkt zu Kauf oder Anfrage führen, wenn die wesentlichen Fragen bereits beantwortet sind. Fehlen Informationen, braucht es einen sinnvollen Zwischenschritt:
- Leadmagnet: wenn eine Checkliste, Vorlage oder Berechnung die Entscheidung vorbereitet.
- Termin oder Rückruf: wenn Bedarf, Machbarkeit oder Umfang persönlich geklärt werden müssen.
- Demo oder Webinar: wenn die Lösung sichtbar erklärt werden muss.
- Produktseite oder Checkout: wenn Auswahl, Preis und Bedingungen ohne Gespräch verständlich sind.
Frage im Formular nur Angaben ab, die den nächsten Schritt verbessern. Ein Feld ohne erkennbare Funktion erhöht Aufwand, ohne die Entscheidung zu erleichtern. Bei einer E-Mail-Anmeldung gehört der Double-Opt-In-Nachweis zum Prozess; bei einer Anfrage müssen Einwilligungen und Zweck zur tatsächlichen Nutzung passen.
4. Den Entscheidungsweg aufbauen
Zwischen Interesse und Angebot liegen offene Fragen. Sammle sie aus Gesprächen, Support-Anfragen, Suchanfragen und Einwänden. Ordne jeder Frage den kleinsten geeigneten Touchpoint zu:
- ein Abschnitt auf der Seite für eine sofort beantwortbare Frage,
- eine E-Mail für Auslieferung, Erinnerung oder Vertiefung,
- ein Fallbeispiel für einen belegbaren Ablauf,
- eine Demo für sichtbare Funktionen,
- ein Gespräch für individuelle Voraussetzungen,
- ein schriftliches Angebot für Umfang, Preis und Bedingungen.
Jeder Kontaktpunkt braucht einen eigenen Leserjob. Zwei E-Mails, die denselben Einwand mit anderen Worten wiederholen, verlängern den Funnel ohne Mehrwert. Eine Willkommens-Sequenz ist so kurz wie möglich und so lang wie nötig, um Auslieferung, offene Fragen und nächsten Schritt verständlich abzubilden.
5. Angebot, Kaufstatus und Übergabe verbinden
Das Angebot muss Leistung, Preis oder Preismechanik, Bedingungen und Annahme verständlich machen. Danach braucht der Funnel einen eindeutigen Statuswechsel:
- Angebot angenommen oder Zahlung bestätigt.
- Bestätigung an den Kunden gesendet.
- Termin, Zugang, Lieferung oder Onboarding ausgelöst.
- Verkaufsnachrichten für dieses Angebot beendet.
- Storno, Abbruch oder offene Zahlung separat behandelt.
Teste den gesamten Ablauf mit einer Adresse und einem Testkauf oder Testauftrag. Prüfe dabei Seite, Formular, Bestätigung, Tags, Termin oder Checkout sowie die erste Nachricht nach dem Abschluss. Der Marketing-Automation-Guide erklärt Trigger und Bedingungen; die Integrationsübersicht zeigt den Kaufstatus als technisches Beispiel.
Die Bausteine eines vollständigen Sales Funnels
Die fünf Arbeitsschritte beschreiben die Planung. Für die Umsetzung brauchst du eine durchgehende Kette, in der jede Station die nächste vorbereitet:
| Station | Aufgabe | Typischer Baustein | Eindeutiger Übergang |
|---|---|---|---|
| Erstkontakt | Die konkrete Einstiegsfrage beantworten | Suchergebnis, Empfehlung, Anzeige oder direkter Aufruf | passende Einstiegsseite wird geöffnet |
| Orientierung | Problem, Lösung und Voraussetzungen einordnen | Ratgeber, Vergleich, Produktseite oder Rechner | nächster Inhalt, Produkt oder Anfrageweg wird gewählt |
| Qualifizierung | Bedarf und Passung klären | Formular, Terminbuchung, Warenkorb oder Leadmagnet | Anfrage, Anmeldung, Termin oder Warenkorb wird bestätigt |
| Entscheidung | offene Fragen und Einwände beantworten | E-Mail, Demo, Gespräch, Fallbeispiel oder Dokumentation | Angebot wird angefordert oder geprüft |
| Angebot | Leistung, Preislogik und Annahme erklären | Angebotsseite, schriftliches Angebot oder Checkout | Vertrag, Annahme oder Zahlung wird ausgelöst |
| Kauf und Übergabe | Abschluss in die Leistungserbringung überführen | Bestätigung, Zugang, Termin oder Onboarding | Kunde erhält den vereinbarten nächsten Schritt |
Die Stationen müssen nicht auf sechs verschiedenen Seiten liegen. Bei einem Direktkauf können Orientierung, Angebot und Checkout auf einer Produktseite zusammenfallen. Bei einer B2B-Dienstleistung können zwischen Qualifizierung und Annahme mehrere Gespräche, technische Prüfungen und Freigaben liegen. Entscheidend ist, dass kein Übergang nur im Kopf des Anbieters existiert.
Zuständigkeiten und Status festlegen
Notiere neben jedem Baustein, wer ihn verantwortet und welcher Status danach gilt. „Formular abgesendet“ kann beispielsweise zu „Anfrage eingegangen“ führen, aber noch nicht zu „qualifiziert“. Erst eine fachliche Prüfung oder ein Gespräch entscheidet, ob ein Angebot sinnvoll ist. Ebenso ist „Checkout begonnen“ nicht dasselbe wie „Zahlung bestätigt“.
Diese Trennung verhindert zwei typische Fehler: Das Vertriebsteam arbeitet mit unklaren Kontaktständen, und die Automation sendet Nachrichten, die nicht mehr zum tatsächlichen Vorgang passen. Ein klarer Status ist deshalb nicht nur Technik, sondern Teil des Kundenerlebnisses.
Welche drei Phasen hat ein Sales Funnel?
Die bekannte Einteilung fasst viele einzelne Stationen in drei Phasen zusammen:
Top of Funnel: Aufmerksamkeit und Orientierung
Die Person erkennt ein Problem oder sucht nach einer Lösung. Inhalte, Empfehlungen oder Anzeigen führen zu einer passenden Einstiegsseite. Die Aufgabe dieser Phase ist nicht, sofort zu verkaufen, sondern die Einstiegsfrage zu beantworten und den nächsten sinnvollen Schritt sichtbar zu machen.
Middle of Funnel: Passung und Entscheidung
Die Person vergleicht Möglichkeiten, klärt Voraussetzungen und prüft Einwände. Leadmagnet, E-Mail, Demo, Beratung oder Fallbeispiel können hier helfen. Welche davon nötig sind, hängt von der Entscheidung ab.
Bottom of Funnel: Angebot und Kauf
Leistung, Preis, Bedingungen und Risiko müssen verständlich sein. Der Funnel endet nicht beim Angebotsklick, sondern bei der Annahme und der anschließenden Übergabe. Genau dort zeigt sich, ob Verkaufs- und Leistungssystem wirklich verbunden sind.
Die Begriffe TOFU, MOFU und BOFU helfen beim Sortieren. Für die Umsetzung sind die konkreten Übergänge wichtiger: Was tut die Person jetzt, und was muss danach passieren?
Welcher Funnel-Typ passt zu welchem Entscheidungsweg?
Ein Funnel-Typ ist eine Arbeitshypothese, keine Branchenregel:
- Direktkauf-Funnel: passt, wenn Produkt, Preis, Lieferung und Rückgabe ohne Gespräch verständlich sind. Der Weg führt von Einstieg oder Produktvergleich direkt zu Produktseite und Checkout.
- Anfrage-Funnel: passt bei lokalen oder individuellen Leistungen. Ratgeber und Formular qualifizieren den Bedarf, danach folgen Gespräch, Angebot und Annahme.
- Demo- oder Webinar-Funnel: passt, wenn eine Funktion oder Methode vor der Entscheidung gezeigt werden muss. Anmeldung und Teilnahme sind getrennte Übergänge.
- Welcome-Funnel: passt, wenn ein Leadmagnet ausgeliefert wird und einige klar benannte Fragen bis zum Angebot offenbleiben.
- Nachfass-Funnel: passt, wenn Angebot oder Gespräch bereits stattgefunden haben. Jede Nachricht beantwortet eine offene Frage oder fordert eine eindeutige Entscheidung an.
Der Funnel-Finder auf dieser Seite hilft dir, zwei plausible Startmodelle anhand von Angebot und Entscheidungsweg einzugrenzen. Prüfe das Ergebnis anschließend gegen die tatsächlichen Fragen deiner Interessenten.
B2B Sales Funnel: Mehrere Entscheidungen statt einer längeren E-Mail-Serie
Bei einem B2B-Angebot entscheiden häufig Fachbereich, Technik, Einkauf und Geschäftsleitung über unterschiedliche Teile. Eine Person prüft den Nutzen, eine andere die Integration, eine dritte Vertrag und Budget. Mehr E-Mails lösen dieses Problem nicht automatisch. Der Funnel muss die Informationen für jede Rolle auffindbar machen und den gemeinsamen nächsten Schritt festhalten.
Ein möglicher B2B-Ablauf sieht so aus:
- Ein Fachartikel beantwortet das konkrete Prozessproblem und führt zu einer Checkliste oder Anfrage.
- Das Formular erfasst vorhandenes System, Anwendungsfall, Zeitrahmen und gewünschtes Ergebnis.
- Eine fachliche Rückmeldung klärt, ob Angebot und Voraussetzungen zusammenpassen.
- Demo oder Gespräch beantworten die offenen Fragen der beteiligten Rollen.
- Das schriftliche Angebot nennt Lieferobjekte, Zuständigkeiten, Abnahme und Bedingungen.
- Unterschrift oder dokumentierte Annahme startet Onboarding und Projektübergabe.
E-Mails übernehmen darin klar begrenzte Aufgaben: Anfrage bestätigen, Unterlagen bereitstellen, einen Termin vorbereiten oder nach einem versendeten Angebot eine konkrete offene Frage klären. Der Nachfass-Guide für offene Angebote vertieft genau diese spätere Strecke.
Wo bricht ein Sales Funnel ab?
Suche den ersten Übergang, an dem die erwartete Handlung ausbleibt. Ändere nicht gleichzeitig Einstieg, Formular, E-Mails und Angebot, sonst weißt du anschließend nicht, welche Änderung gewirkt hat.
Besucher erreichen die Seite, wählen aber keinen nächsten Schritt
Prüfe, ob Einstiegsfrage, Seitenversprechen und nächste Handlung zusammenpassen. Ein Kostenratgeber mit einem allgemeinen „Mehr erfahren“-Button lässt offen, was nach dem Klick passiert. Ein konkreter Planungsbogen oder eine klar beschriebene Anfrage schließt diese Lücke.
Formulare werden begonnen, aber nicht abgesendet
Prüfe Pflichtfelder, Fehlermeldungen, Datenschutzhinweis und erwartete Reaktion nach dem Absenden. Entferne Felder, die für den nächsten Schritt keine Funktion haben. Teste den Ablauf selbst auf Mobilgerät und Desktop.
Kontakte erhalten Inhalte, reagieren aber nicht
Ordne jede Nachricht einer offenen Leserfrage zu. Fehlt diese Frage, streiche die Nachricht. Prüfe anschließend, ob Linkziel und Handlungsaufforderung dasselbe versprechen.
Interessenten prüfen das Angebot, nehmen es aber nicht an
Vergleiche wiederkehrende Fragen aus Gesprächen mit Leistungsumfang, Preislogik, Bedingungen und Nachweisen auf der Angebotsseite. Ein weiterer Erinnerungsversand löst keine ungeklärte Leistungsfrage.
Käufer erhalten weiterhin Verkaufsnachrichten
Der Kaufstatus erreicht die Automation nicht oder wird nicht als Ausschluss verwendet. Prüfe, ob Kauf, Storno und offene Zahlung unterschiedliche Zustände auslösen. Die Korrektur gehört an den Statusübergang, nicht in eine weitere Kampagne.
E-Mail Funnel erstellen: Zustände, Trigger und Übergänge
Eine E-Mail-Sequenz ist nützlich, wenn zwischen Anmeldung und Entscheidung echte Informationslücken liegen. Der technische Ablauf kann so aussehen:
- Eine Person bestätigt die Anmeldung oder sendet eine Anfrage.
- Das System speichert Quelle, Zeitpunkt und passenden Kontaktstatus.
- Die erste Nachricht liefert den versprochenen Inhalt oder bestätigt die Anfrage.
- Eine Reaktion — Klick, Antwort, Termin oder Kauf — ändert den Status.
- Die nächste Nachricht hängt vom neuen Status ab.
- Nach Kauf oder Widerspruch endet die Verkaufsstrecke.
Tags und Listen sind dabei Werkzeuge, keine Strategie. Der Guide zu Listen, Tags und Segmenten zeigt, wie sich Kontaktstatus und Interessen trennen lassen. Für konkrete Texte und Leserjobs nutzt du die Vorlage zur Willkommens-Sequenz.
Vom Ereignis zum passenden Kontaktstatus
Ein belastbarer E-Mail-Funnel trennt Ereignis, Status und Nachricht. Ein Klick ist ein Ereignis. Er kann Interesse an einem Thema zeigen, beweist aber weder Kaufbereitschaft noch Budget. „Kunde“ ist dagegen ein Status, der erst durch einen bestätigten Kauf oder eine angenommene Leistung entsteht.
Die konkrete Datenstruktur hängt vom verwendeten System ab. Inhaltlich brauchst du jedoch immer dieselben Antworten: Welches Ereignis ist eingetreten? Welcher Status gilt jetzt? Welche Nachricht ist dadurch erlaubt und sinnvoll? Welches spätere Ereignis beendet oder verzweigt den Ablauf?
Technischer Datenfluss eines E-Mail-Funnels
- Formular oder Kauf erzeugt ein Ereignis. Das System erhält Anmeldung, Anfrage, Termin oder Zahlungsstatus.
- Das Ereignis setzt einen nachvollziehbaren Status. Quelle und Zeitpunkt bleiben dem Kontakt zugeordnet; bei einer Anmeldung gehört der Double-Opt-In-Prozess dazu.
- Der Status löst genau den passenden Ablauf aus. Eine bestätigte Anmeldung startet die Auslieferung, ein offenes Angebot eine andere Strecke und ein Kauf das Onboarding.
- Eine Reaktion kann den Weg verzweigen. Antwort, Termin, Produktwahl oder Kauf führen zu einem neuen Status. Ein einzelner Öffnungs- oder Klickwert reicht nicht für jede inhaltliche Schlussfolgerung.
- Ausschlüsse laufen vor dem Versand. Kunde, Abmeldung, Widerspruch, Storno und offene Zahlung dürfen nicht in derselben Regel landen. Jeder Zustand braucht die dafür vorgesehene Kommunikation.
Damit entsteht keine starre Zeitkette, sondern ein nachvollziehbarer Ablauf. Eine Wartezeit kann Nachrichten entzerren, sie ersetzt jedoch keinen fachlichen Auslöser. Die nächste E-Mail braucht entweder eine noch offene Frage oder ein Ereignis, auf das sie reagieren kann.
Welche Nachrichten gehören in die Sequenz?
Plane die E-Mails nach ihrem Leserjob, nicht nach einer vorgegebenen Anzahl:
| Situation | Aufgabe der Nachricht | Sinnvolles Ende |
|---|---|---|
| Anmeldung bestätigt | versprochenen Inhalt liefern und nächsten Schritt erklären | Inhalt wurde zugänglich gemacht |
| Einstiegshilfe wurde genutzt | eine konkrete Umsetzungsfrage beantworten | Leser kann den nächsten Schritt selbst ausführen |
| Voraussetzung ist unklar | Passung, Grenzen oder benötigte Angaben erklären | Antwort, Formular oder Termin |
| Angebot wird geprüft | Leistungsumfang, Ablauf oder einen belegten Einwand klären | Angebot annehmen, Rückfrage stellen oder ablehnen |
| Kauf bestätigt | Zugang, Termin, Lieferung oder Onboarding erklären | Leistungserbringung beginnt |
Fehlt eine eigene Frage, wird keine zusätzliche E-Mail benötigt. Bleiben mehrere voneinander unabhängige Fragen offen, kann eine längere Sequenz sinnvoll sein. So ergibt sich die Länge aus dem Entscheidungsweg und nicht aus der Behauptung, ein Funnel brauche zwingend fünf oder sieben Nachrichten.
Sales Funnel Beispiel: Ein E-Mail Funnel als Vorlage
Dieses Modell zeigt den E-Mail-Teil eines Sales Funnels für einen Coach mit einem klar beschriebenen Online-Programm. Es ist eine bearbeitbare Vorlage, keine Fallstudie und kein Ergebnisversprechen.
Der Einstieg: Eine Person sucht nach einer umsetzbaren Morgenroutine und landet auf einem Artikel, der Ablauf, Voraussetzungen und Grenzen erklärt.
Der Leadmagnet: „Die 5-Minuten-Morgenroutine“ als einseitige Checkliste. Sie löst eine konkrete Einstiegsaufgabe und verspricht kein allgemeines Erfolgsresultat.
Die Landing Page: Sie nennt Inhalt, Format, Absender und die Handlung nach der Anmeldung. Nach der Bestätigung wird die Checkliste direkt ausgeliefert.
Der E-Mail-Funnel:
| Auslöser | Betreff als Beispiel | Inhalt und Leserjob | Nächste Handlung |
|---|---|---|---|
| Anmeldung bestätigt | „Deine Morgenroutine ist da“ | Checkliste liefern und erklären, wie sie genutzt wird | Checkliste öffnen |
| Checkliste wurde ausgeliefert | „Wähle einen Auslöser für deine Routine“ | zeigen, wie eine bestehende Gewohnheit als Startsignal dient | eigenen Auslöser festlegen |
| typische Hürde bleibt offen | „Was du an hektischen Tagen weglassen kannst“ | eine verkürzte Variante erklären, ohne den Nutzen zu übertreiben | Kurzversion ausprobieren oder antworten |
| Vorgehen ist verständlich | „So ist das Programm aufgebaut“ | Leistungsumfang, Ablauf, Voraussetzungen und Grenzen des Angebots erklären | Programmseite prüfen |
| Person stellt eine Frage | Betreff greift die konkrete Frage auf | die Frage beantworten oder zu einem Gespräch führen | antworten oder Termin wählen |
| Kauf wird bestätigt | „Dein Zugang und der erste Schritt“ | Zugang, Start, Ansprechpartner und nächste Handlung übergeben | Programm beginnen |
Die Automation dahinter:
- Das Formular speichert die Quelle der Anmeldung und wartet auf die Bestätigung.
- Nach bestätigter Anmeldung wird die Checkliste ausgeliefert und der Welcome-Funnel gestartet.
- Klicks ordnen ein Thema zu, erklären aber allein noch keine Kaufbereitschaft.
- Eine Antwort oder Terminbuchung pausiert unpassende Standardnachrichten, solange die persönliche Klärung läuft.
- Der bestätigte Kauf beendet die Angebotsstrecke und startet das Onboarding.
- Eine Abmeldung oder ein Widerspruch beendet den Versand unabhängig von der aktuellen Sequenzposition.
Das Beispiel verbindet E-Mail-Inhalt und Kontaktstatus. Nicht der siebte Kalendertag entscheidet über das Angebot, sondern ob Leistungsumfang, Passung und nächster Schritt verständlich sind.
Beispiel 2: Der Handwerker-Funnel
Ein Sanitärbetrieb für Badsanierungen braucht einen anderen Entscheidungsweg. Die Person will vor einer Anfrage wissen, ob Region, Leistungsumfang, Zeitrahmen und Vorgehen zusammenpassen.
Der Einstieg: Ein regionaler Ratgeber erklärt die Faktoren, aus denen sich Umfang und Ablauf einer Badsanierung ergeben. Statt frei erfundener Richtwerte bietet er einen Planungsbogen mit Raumgröße, gewünschten Arbeiten und Zeitrahmen.
Die Qualifizierung: Das Formular erfasst nur Angaben, die den Rückruf oder Vor-Ort-Termin vorbereiten. Eine allgemeine Newsletter-Anmeldung ist für diesen Leserjob nicht erforderlich.
Die E-Mail-Strecke:
- Eingangsbestätigung: Planungsbogen zustellen, übermittelten Bedarf zusammenfassen und Reaktionszeit nennen.
- Vorbereitung: erklären, welche Fotos, Maße oder Fragen den ersten Rückruf erleichtern.
- Terminbestätigung: Zeitpunkt, Ansprechpartner, Dauer und benötigte Unterlagen nennen.
- Nach dem Vor-Ort-Termin: vereinbarte nächsten Schritte und Termin für das schriftliche Angebot bestätigen.
- Nach Angebotsversand: eine konkrete Rückfrage ermöglichen; künstliche Verknappung oder unbelegte Rabatte sind nicht nötig.
- Nach Annahme: Projektstart und Zuständigkeit bestätigen und alle Nachrichten beenden, die weiterhin zur Anfrage auffordern.
Hier ist E-Mail kein Ersatz für Beratung. Sie verhindert Informationsverluste zwischen Ratgeber, Anfrage, Termin, Angebot und Auftrag. Weitere Besonderheiten dieses Leserjobs erklärt der Guide zu E-Mail-Marketing im Handwerk.
Warum du ein Beispiel nicht blind kopieren solltest
Der Coach braucht eine inhaltliche Strecke zwischen Checkliste und Programm. Der Sanitärbetrieb braucht vor allem qualifizierte Angaben, persönliche Klärung und eine verbindliche Angebotsübergabe. Kopiert der Betrieb den siebentägigen Welcome-Funnel, entstehen zusätzliche Nachrichten, aber kein besserer Entscheidungsweg. Kopiert der Coach nur das Anfrageformular des Betriebs, fehlen dagegen die Inhalte, die das Programm erklären.
Nutze Beispiele deshalb als Strukturhilfe: Übernimm Stationen, wenn sie dieselbe Leserfrage lösen. Ändere oder streiche sie, wenn Angebot, Kaufhandlung oder notwendige Klärung anders funktionieren.
Eine Sequenz ist kein Pflichtkalender
Beginne mit den Nachrichten, die Auslieferung, offene Fragen, Angebot und Übergabe tatsächlich brauchen. Ergänze keine E-Mail nur, um eine vorgegebene Anzahl zu erreichen. Jede Nachricht muss eine andere Aufgabe erfüllen und einen klaren Ausgang haben.
Kostenlose Sales Funnel Vorlage: So füllst du die CSV aus
Die Vorlage oberhalb des Artikels enthält sechs Phasen und sieben Spalten: Phase, Ziel, Touchpoint oder Inhalt, Leserfrage, Übergang, nächste Handlung und Messpunkt. Bearbeite sie von unten nach oben.
- Trage bei „Kauf und Übergabe“ ein, was als bestätigter Abschluss gilt und was der Kunde unmittelbar danach erhält.
- Beschreibe beim Angebot, wie Leistung, Preis oder Preismechanik, Bedingungen und Annahme sichtbar werden.
- Notiere bei der Entscheidung die letzte offene Frage und den kleinsten passenden Touchpoint.
- Lege bei der Qualifizierung fest, welche Angaben für diesen nächsten Schritt wirklich gebraucht werden.
- Verbinde Orientierung und Erstkontakt mit der konkreten Frage, die zur Einstiegsseite führt.
Schreibe in die Spalte „Übergang“ keinen Seitenbestandteil wie „Button“, sondern das Versprechen zwischen zwei Stationen: „Planungsbogen erhalten“, „Rückruf vorbereiten“ oder „Angebot mit Lieferumfang prüfen“. In „Nächste Handlung“ steht dagegen die beobachtbare Aktion: herunterladen, antworten, Termin buchen, unterschreiben oder bezahlen.
Gehe die ausgefüllte Vorlage anschließend vorwärts durch. Wenn eine Handlung keinen passenden Folgeschritt auslöst, fehlt eine Übergabe. Wenn zwei Zeilen dieselbe Leserfrage beantworten, kannst du sie verbinden. Wenn eine Zeile weder Frage noch Handlung hat, gehört sie nicht allein deshalb in den Funnel, weil eine Vorlage sechs Phasen zeigt.
Kann ich einen Sales Funnel kostenlos erstellen?
Die Planung kannst du mit der CSV-Vorlage kostenlos beginnen. Nutzt du bereits eine Website, ein Formular, Terminbuchung, Checkout oder ein E-Mail-System, lässt sich ein einfacher Ablauf möglicherweise mit diesen vorhandenen Bausteinen verbinden. „Kostenlos“ bedeutet dabei nur, dass für die Planung oder zusätzliche Software keine neue Rechnung entsteht; deine Arbeitszeit sowie bereits bezahlte Dienste bleiben Teil des Aufwands.
Starte deshalb nicht mit einem kostenlosen Tool um des Tools willen. Zeichne zuerst den notwendigen Weg in der CSV ein und prüfe danach, welche vorhandene Technik die benötigten Formulare, Status, Nachrichten und Übergaben bereits abdeckt.
Was kostet ein Sales Funnel?
Eine pauschale Summe wäre irreführend, weil vorhandene Inhalte, Produkt, Vertriebsweg und Technik den Aufwand bestimmen. Erfasse stattdessen die tatsächlich fehlenden Bausteine:
- Einstiegsseite oder bestehender Ratgeber,
- Leadmagnet, Rechner oder Vorlage, falls nötig,
- Formular, Terminbuchung oder Checkout,
- E-Mails, Demo oder Gesprächsleitfaden,
- Angebotsseite oder schriftliche Angebotsvorlage,
- Verbindung von Kaufstatus, Bestätigung und Übergabe,
- Tests auf Mobilgerät, Desktop und mit einem Testkontakt.
Bei den laufenden Kosten zählen nur Dienste, die dein konkreter Ablauf braucht: Versand, Formular, Terminbuchung, Checkout oder Zahlungsabwicklung. Vergleiche Funktionen und aktuelle Preise im Newsletter-Tool-Vergleich, statt eine Anbieter-Tabelle aus einem allgemeinen Funnel-Guide zu übernehmen.
Wenn du den Funnel erstellen lässt, muss das Angebot die einzelnen Lieferobjekte benennen. „Funnel fertig“ ist nicht messbar. Einstiegsseite, Texte, Formulare, Automation, Integrationen, Tests, Übergabe und spätere Änderungen gehören getrennt in den Umfang.
Sales Funnel selbst erstellen oder erstellen lassen?
Beim Selbstaufbau bezahlst du vor allem mit eigener Arbeitszeit. Dafür musst du Angebot, Texte, Technik und Test selbst verbinden. Beim Erstellenlassen verschiebt sich die Arbeit zur Auswahl, Freigabe und Abnahme. In beiden Fällen brauchst du dieselben Lieferobjekte:
| Lieferobjekt | Was darin geklärt sein muss | Woran du die Übergabe erkennst |
|---|---|---|
| Funnel-Konzept | Einstiege, Leserfragen, Status und Kaufhandlung | ein vollständiger Ablauf vom Erstkontakt bis zur Übergabe |
| Seiten und Formulare | Inhalt, Pflichtangaben, Bestätigungen und Fehlerzustände | Testkontakt kann jeden vorgesehenen Weg abschließen |
| E-Mail-Inhalte | Auslöser, Leserjob, Linkziel und Ende jeder Nachricht | Texte und Versandlogik sind im verwendeten System nachvollziehbar |
| Automation | Trigger, Wartezeiten, Verzweigungen und Ausschlüsse | Kauf, Abmeldung und persönliche Klärung stoppen unpassende Nachrichten |
| Integrationen | übergebene Felder und Status zwischen den beteiligten Diensten | Anfrage, Termin oder Kauf kommt am richtigen Ziel an |
| Dokumentation | Zugänge, Zuständigkeiten und spätere Änderungswege | du kannst den Ablauf ohne Abhängigkeit vom Ersteller prüfen und pflegen |
Ein Angebot sollte außerdem benennen, welche Inhalte bereits vorhanden sind, wer fehlende Texte und Nachweise liefert, wie viele Korrekturen enthalten sind und welche laufenden Dienste separat bezahlt werden. So vergleichst du nicht zwei Pauschalpreise, hinter denen unterschiedliche Leistungen stecken.
Welche Kennzahlen zeigen die Bruchstelle?
Miss nicht „den Funnel“ als eine einzige Rate. Jeder Übergang braucht einen eigenen Zähler und Nenner:
- relevante Einstiegsseitenbesuche,
- Klick oder Nutzung des nächsten Inhalts,
- begonnene und abgeschlossene Formulare,
- bestätigte Anmeldungen oder gebuchte Termine,
- Reaktionen auf Entscheidungsinhalte,
- gestartete und abgeschlossene Checkouts,
- angenommene Angebote,
- bestätigte Käufe und erfolgreiche Übergaben.
Vergleiche zuerst deinen eigenen Verlauf über denselben Kanal und dieselbe Seite. Ein allgemeiner Branchenwert erklärt nicht, warum dein Formular abbricht oder dein Angebot Fragen offenlässt. Die E-Mail-KPIs helfen bei der Definition von Öffnungs-, Klick- und Abmelderaten; sie ersetzen nicht die Messpunkte vor der Anmeldung und nach dem Kauf.
Nach dem Kauf: Funnel und Leistung verbinden
Nach der Annahme wechselt der Zweck. Jetzt geht es nicht mehr um Überzeugung, sondern um Bestätigung und Nutzung:
- Zugang, Termin oder Lieferstatus bestätigen,
- den ersten Nutzungsschritt erklären,
- zuständige Person und Kontaktweg nennen,
- offene Zahlung oder Storno getrennt behandeln,
- nur passende Informationen senden,
- Feedback oder Empfehlung erst nach einer tatsächlichen Nutzung anfragen.
Ein Käufer, der weiterhin dieselbe Verkaufssequenz erhält, erlebt keinen vollständigen Funnel. Das Problem liegt dann nicht im Text der nächsten E-Mail, sondern in der fehlenden Verbindung zwischen Kaufstatus und Kommunikation.
Dein nächster Schritt
Öffne die CSV-Vorlage oben und beginne in der letzten Zeile: Was gilt als Kauf oder Auftrag, und was passiert unmittelbar danach? Arbeite dich rückwärts bis zum Erstkontakt. Fülle für jede Station Leserfrage, Touchpoint, Übergang, nächste Handlung und Messpunkt aus.
Gehe den fertigen Ablauf anschließend vorwärts durch. Wenn ein Schritt keine neue Frage beantwortet oder keine eindeutige Handlung auslöst, streiche oder verbinde ihn. Wenn ein Übergang fehlt, ergänze genau dort Seite, Formular, E-Mail, Gespräch oder Automation.
Für Coaches & Berater: Beginne beim buchbaren Coaching-Angebot und den Fragen, die vor einem Gespräch offen sind. Je nach Erklärungsbedarf kann der Weg über einen Fachartikel, ein Webinar oder direkt zu einem qualifizierenden Erstgespräch führen.
Für Handwerker: Verbinde eine konkrete Kostensuche mit einem Ratgeber, erfasse Region, Leistungswunsch und Zeitrahmen und führe danach zu Rückruf oder Vor-Ort-Termin. Ob eine E-Mail dazwischen nötig ist, entscheidet die offene Leserfrage.
Für E-Commerce: Ein Produktempfehlungs-Quiz kann den ersten Tag setzen: Kategorie, Preisspanne, Problem und Kaufzeitpunkt. Daraus entstehen segmentierte E-Mails und Angebote, statt dieselbe Rabatt-Mail an alle Kontakte zu senden.
Für Agenturen & Freelancer: Der Funnel ersetzt keine Empfehlung, aber er dokumentiert Bedarf, vorhandenes System, Zeitrahmen und gewünschtes Ergebnis. Ein Fachartikel oder eine Checkliste beantwortet die Fragen, die vor Angebot oder Erstgespräch tatsächlich offen sind.
Welche zwei Funnel-Typen passen zu deiner Ausgangslage?
Beantworte fünf Kriterien. Du kannst jede Antwort ändern; der Finder zeigt zwei Fits und begründet jeden Punkt.
Wie die Auswahl berechnet wird
- Angebot: 0–2 Punkte
- Kaufentscheidung: 0–2 Punkte
- Preisrahmen: 0–1 Punkt
- Umsetzung: 0–2 Punkte
- Ausgangslage: 0–2 Punkte
Der Preis liefert höchstens 1 von 9 Punkten. Die Auswertung ist eine nachvollziehbare Auswahlhilfe, kein Leistungs- oder Umsatzversprechen.
Geprüft am . Recherche und Einordnung folgen der Methodik; Zahlen, Tool-Claims und Grenzen stehen im Quellenverzeichnis. Die thematische Einordnung erfolgt im E-Mail-Marketing-Hub.
Häufige Fragen zum Sales Funnel
Was ist ein Sales Funnel?
Ein Sales Funnel ist der Verkaufsprozess vom ersten relevanten Kontakt bis zum bestätigten Kauf oder Auftrag. Er verbindet Einstiegsseite, Qualifizierung, Entscheidungsweg, Angebot und Übergabe. Eine E-Mail-Sequenz kann ein Teil davon sein, ist aber nicht der ganze Funnel.
Wie baue ich einen Sales Funnel auf?
Lege zuerst Angebot und Kaufhandlung fest. Ordne danach den passenden Erstkontakt zu, gestalte den nächsten Übergang, beantworte offene Entscheidungsfragen und verbinde die Angebotsannahme mit Bestätigung und Übergabe. Teste den Ablauf anschließend mit einem Testkontakt vom Einstieg bis zum Abschluss.
Welche drei Phasen hat ein Sales Funnel?
Die drei Phasen sind Top of Funnel für Aufmerksamkeit und Orientierung, Middle of Funnel für Passung und Entscheidung sowie Bottom of Funnel für Angebot und Kauf. Für die Umsetzung werden diese Phasen in konkrete Touchpoints und beobachtbare Übergänge zerlegt.
Wie sieht ein Sales Funnel aus?
Ein vollständiger Sales Funnel kann so aussehen: Suchergebnis → Ratgeber → Planungsbogen → qualifizierte Anfrage → Beratung → schriftliches Angebot → Annahme → Terminbestätigung. Bei einem direkt kaufbaren Produkt können Ratgeber, Anfrage und Beratung entfallen.